Sony Ericsson AINO U10 Review/Test

Hallo Leute!

Auf Weihnachten habe ich mir ein neues Handy zugelegt, da mein altes langsam aus der Mode und Möglichkeiten gekommen ist. Es musste ein GPS und GPRS fähiges Handy her. Nach langen Reviews lesen entschied ich mich für das Sony Aino (U10). Was es bringt und was nicht, könnt ihr hier im Test weiterlesen.

Gleich vornweg: Das hier ist eine persönliche Meinung vom Autor, kein wissenschaftlicher Test in einem Labor mit entsprechender technischer Untermalung der Aussagen. Dieser Test dient als ein möglicher Kaufaspekt und eine Meinung zum Produkt und Dienstleistung von Sony Ericsson.

Das Aino ist ein neuer Wurf von Sony Ericsson, das Handy kommt in zwei Farben daher, einmal in Luminous White und einmal in Obsidian Black. Bei Artikelerstellung kostete das Handy ca. 450 CHF bei den günstigsten Anbietern in der Schweiz ohne Abonnement.  Gekauft habe ich das Handy bei meinem liebsten Online Händler, www.digitec.ch Das Handy kam einen Tag später sicher verpackt zu mir.

Der Lieferumfang:

  • Handy Aino
  • LiPo 3.6 Volt 1000mAh Akku
  • 8 Giga Micro SD Karte
  • Kopfhörer
  • Bluetooth Empfänger MH100
  • Ladestation
  • Paar Kabel
  • Anleitungen

 

Erste Schritte

Mit grosser Freude hab ich gleich begonnen das Handy in Betrieb zu nehmen. Viele haben geschrieben, dass sie Probleme hätten die SIM Karte einzulegen. Alles Nieten, geht super easy von der Hand  Gleich ein Update gemacht, damit das Aino schneller wird. Die Software von Sony Ericsson lässt sich schnell installieren und alles geht ziemlich flott von der Hand. Firmware SW-Version R7AA07 war also drauf, jetzt gings an’s Synchronisieren mit der PCSuite. Auch hier grosses Lob an SE, die Synch Software lässt sich intuitiv bedienen und ist sehr stabil und schnell.

Sony PC Suite, beständiges und solides Programm

Mitgelieferte Programme

  1. Google Maps, braucht wohl keine Erklärung
    Funktioniert, man darf sich aber nicht schnell bewegen da sonst das Aino nicht nachkommt mit laden der Kartenausschnitte. Ausserdem muss man immer was an der Tastatur drücken, sonst kommt der Bildschirmschoner. Aus meiner Sicht ist das mitgelieferte Google Maps unbrauchbar.
  2. Navigator: Navigationssoftware, die ist 1 Monat lang gratis und ab da wird zur Kasse gebeten. Unter Vorbehalt ist das glaubs um die 70 € pro Jahr. Habe die Software einmal ausprobiert. Wenn man drauf angewiesen ist, greifft man sicher drauf zurück.  Ich würde dafür nicht bezahlen
  3. Tracker: Ist eine Trainingssoftware, welche Aufzeichnet wie lange man läuft, wohin und wieviel Kalorien man verbrät. Ist leider fest auf Laufen eingestellt. Die Radfahrer gucken in die Röhre bei den Kalorien. Man kann sogar die aufgezeichnete Route als GPX File abspeichern, super!
  4. Taschenlampe. Ja genau, eine Taschenlampe in der Form vom Kamerablitzer. Nett: Es gibt ein SOS-Modus
  5. Kalender, SMS, Spiele nach alter Sony Ericsson Manier, alles ok!
  6. Leider fehlt der PasswortTresor

 

Kamera

Von der Kamera war ich immens entäuscht. 1. Es dauert ca 9 Sekunden, bis die Kamera “Schussbereit” ist. Das geht einfach zu lange. Vergleich: Mit Iphone dauert’s knapp 5 Sekunden.
2. Die Qualität der Bilder sobald es ein bissel dunkel ist, ist haarsträubend, wirklich! 8,1 Megapixel? Yep klar

 

Mit Gegenlicht ich weiss, aber ich weiss auch, wir schreiben das Jahr 2010 und es geht besser!

 

Nein, ich habe keinen Blau-Filter verwendet, das kam einfach so.

Als Kamerahandy würde ich das Aino nicht empfehlen. Ausserdem ist die Linse so unglücklich plaziert, dass sie jedesmal automatisch von dem linken Mittelfinger verschmutzt wird.

 

Geschwindigkeit

Die Performance ist für mich sehr wichtig, ich kann es nicht haben wenn ich auf die Software warten muss. Gott alleine weiss, wieviele Stunden ich schon mit Booten von Windows verbracht habe. Also bitte nicht auch noch beim Handy Zeit verschwenden. Die Performance ist nicht schlecht, sie ist aber auch nicht gut! Mein altes K750i ist ebenso schnell wie das Aino. Wichtig ist beim Aino vor allem auf die animierten Skins zu verzichten. Ansonsten hat man Diashow beim Benutzen!

Touchscreen

Also zu allererst, der Touchscreen ist nur ein Touchscreen wenn es die Software zulässt! sputtr.com Z.B. SMS schreiben unterstütz das Touchen nicht! Viel hat mein Touchscreen auch nicht mehr auf Berührungen reagiert, unweigerlich musste das Handy Aus- und Eingeschaltet werden. Ist kein Problem bei einem alten Handy, aber bis das Aino wieder Ready ist vergehen gut und gerne 4 Minuten.

Handling im Alltag

Ich schreibe die Zeilen jetzt 6 Wochen nach dem Kauf. Konnte das Aino also richtig auf Herz und Nieren überprüfen. Gleich das Zitat vornweg: Ich hab’s verkauft! Yeah!! Jemand hat’s genommen. Wieso? Ganz einfach, dass Handy ist zu spät auf den Markt gekommen. Wäre es 2008 released worden, dann wäre das Teil ein richtiger Knaller geworden. Aber in der heutigen Zeit sind zwei Sachen auf dem sinkenden Kurs: Die Aktien von UBS und “Geekige Insider Handies”. Leute, Apple und HTC zeigen es vor, wie heute Software installiert werden muss. Wie ein Touchscreen (ok hier Apple mehr) funktionieren sollte.

Kleines Beispiel gefällig? So installiert man ein Programm auf dem Aino:

  1. Auf Internet das Programm suchen
  2. Das Programm abspeichern auf dem PC
  3. Handy verbinden mit PC
  4. Mit Explorer die Datei auf das Handy (SD Karte) in ein Verzeichniss kopieren
  5. Auf dem Handy den “Datei-Manager” starten
  6. Zu dem Programm navigieren und das Programm installieren
  7. Fertig

Hey, welcome to 2010  Schon mal über den Appstore ein Programm installiert?

Überlegungsfehler

Es macht keinen Sinn GoogleMaps auf dem Handy zu installieren und dann kommt zwei Minuten später der Bildschirmschoner (der sich übrigens NICHT deaktivieren lässt, Stand, 07.02.2010) und verwandelt das Bild in eine schwarze Wolldecke!

Fazit

Das Handy sieht extrem schick aus, gute alte Funktionen wie man sie kennt und liebt bei Sony Ericsson. Aber, ich vermisse die Trendwende, Sony Ericsson sollte hier was neues bringen. Wie gesagt, ich habe mein Exemplar wieder verkauft und mir stattdessen ein Iphone gekauft.

 

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