Kawasaki Z1000 Review

Das waren Zeiten! Ja da bin ich den Längenberg raufgedüst und habe Auto-, Velo-, und andere Töfffahrer einfach mit knappen 2 km/h  überholt. Keiner konnte mir rechtzeitig den Weg versperren! HA! Motorradfahren ist einfach die Königsdisziplin auf der Strasse. Mit dem Auto ist man in einer Kapsel, mit dem Velo zu langsam, nur mit einem Töff kriegste Du alles im Paket: Kontakt zur Strasse, Düfte der Natur und das Geschwindigkeitgefühl aus der Kurve heraus. Kein Auto unter 90’000 CHF kann Dir das Gefühl vermitteln.

Das Review hier bezieht sich auf die Kawasaki z1000. Viel Spass beim Weiterlesen!

Das Review hier ist bloss eine persönliche Meinung vom Autor. Verklagt mich nicht!  Ich askapatient.com habe ehh eine goldene Rechtsschutzversicherung, unbeschränkt, freie Anwaltswahl etc. Versuchts ned!

Hier der Autor happy mit seiner z1000

Vor dem Motorradkauf habe ich mich intensiv auf die Suche nach einem geeignetem ”Hobel” gemacht. Zur Auswahl stand ein Bandit, Z1000 und eine Suzuki SV1000. Klar war von vorne, dass ich nichts unter 900cm3 wollte. Das Geheule unter 900cm3 ist einfach zu nervig.

Ich wollte also ein Naked Bike wie die Z1000, sah cool aus und ich dachte, die sei Touringfähig. Damals, vor dem Kauf dachte ich so

Nun zum Review der z1000

Die z1000 hat ca 127 PS bei 10’000 Touren, 953cm3 und vier Zylinder. Einspritzung und am Jahrgang 2004 eine Wegfahrsperre. Mein Modell war eine aus dem Jahr 2003 mit 129 PS auf dem Papier und wenigen 5’000 Kilometer.  Die Farbe ist im typischen Kawasaki Orange gehalten. Jo entweder traditionell  orange oder giftig grün sollte die z1000 sein. In Schwarz oder Blau geht das Teil beim Wiederverkauf schlechter weg. Ich konnte die Kawasaki während ca 4 Monaten fahren, das waren ca 2’000 Kilometer. Die Kawa Z1000 ist ein gutmütiges Motorrad und lässt sich einfach steuern (Vorderreifenlastig). Das bullige Outfit macht schon was her, ich mein, mir wurde als ich auf dem Motorrad sass schon ein paar mal zugewunken und ich wurde angelächelt. Das ist mir mit meinem Auto noch nie passiert!

In voller Grösse, die orange Powermaschine von Kawasaki

Power

Die z1000 hat ordentlichen Dampf für einen 4 Zylinder. Ich muss sagen, in den unteren Bereichen (1’000 – 4’000 Umdrehungen) hatte die Suzuki SV1000 vielmehr Anzug. Mit Respekt drehte ich bei der SV1000 am Gashahn. Bei der Z1000 kann man zum Starten auf 3’000 raufdrehen und das Vorderrad hebt sich ned. Kann sich aber im 2ten Gang zum 3ten Gang bei 9’000 Umdrehungen schon mal heben bei über 100 km/h. Also kurzum, die Power ist natürlich reichlich vorhanden, aber für einen Fireblade oder Hayabusa Fahrer nichts besonderes. Für einen ruhigen Fahrer oder gar Fahranfänger, reichts von hier bis nach China und zurück.  Die Kawa braucht von 0 -100 km/h gerade mal 2,9 Sekunden. Ein Porsche Carrera GT benötigt für den gleichen Sprint 3,8 Sekunden. Also Rennen an der Ampel gewinnt man fast auf sicher. Ansonsten kann man sagen, dass die z1000 wunderbaren Durchzug hat oberhalb 6’000 Touren. Das Teil ist wirklich eine kleine Rakete

Macht eine Superfigur die z1000

Bremsen

Jo mein Modell hatte noch kein ABS. Die beiden grossen Bremsscheiben vorne langen ordentlich zu wenn man in die Eisen geht. Ich kann leider keine Aussage machen bezüglich Bremswirkung.. wohl weil ich kein Bremser bin. Also die hintere Bremse ist ehh für nichts, selbst auf den 190er Schlappen hinten passiert nichts, wenn man Vollbremst. Aber das hat mehr mit Physik zu tun, weniger mit dem Motorrad.

Bequemlichkeit

Hier muss ich leider Abstriche machen. Nach 5 Stunden fahren konnte ich meine Knie kaum mehr gebeugt halten. Ich bin 178cm gross, die Maschine war im original Zustand. Also für längere Touren eignet sich das Bike meiner Ansicht nach nicht. Schon nur die Tatsache, dass es ein Naked Bike ist, dass nimmt Dir alle Kraft da Du voll im Wind “stehst”. Da hats keine Verschalung, nichts. Dann kommt noch die Tatsache hinzu, dass die Knie stark angewinkelt werden müssen.

Design

Das Bike ist geil, kein Zweifel. Sieht bullig und männlich aus hohohoho. Der 190er Schlappen hinten in den spiegelverchromten Felgen ist einfach nur sexy. Die charachterischen Auspuffrohre sind eigenwillig, aber gehören irgendwie zu diesem Feuerstuhl. Das Cockpit ist schön übersichtlich, wobei ich mir eine Nadel für die Tourenanzeige gewünscht hätte. Die macht Kawasaki heute so.

 

Einmal altes Cockpit

 

Und einmal das neue Design

Verbrauch/Unterhalt

Schluck Schluck Schluck 🙂 Glaube der Tankinhalt ist irgendwo bei 16 Litern. Ich kam mit meiner Fahrweise nie sehr weit mit dem Feuerstuhl. Mein Bruder auf seiner BMW setzte immer eine Tanksession aus. Ich würde mal eine vorsichtige Schätzung von 6 – 8 Litern auf 100 km abgeben. Also mit dem Tank kam ich nie sehr weit.  Aber he, dass ist eine 1000cm3 Machine, wer was Energiebewusstes will, der ist im Zug besser aufgehoben. *g*

Der Service Intervall ist bei 6000 KM’s noch relativ human. Die Ventille wollen halt eingestellt werden, die Schwingungen hinterlassen ihre Spuren. Rechnet so zwischen 400 und 600 Stutz pro Service. Töfffahren ist eben Luxus hier in der Schweiz.

Fazit

Eigentlich ist die z1000 ein unlogisches Motorrad. Nicht ganz Rennmaschine, nicht ganz Tourentöff, aber 100% Strassentauglich. Die z1000 macht einen Heidenspass, keine Frage. Mann erregt Aufsehen, super! Der Antrieb ist mit 127 PS ideal bemesen. Kinderleichte Fahrweise, fährt sich wie ein Velo! Ich habe meine z1000 überigens verkauft, weil ich jetzt anständig werden muss. Keine Lederkluft mehr, kein Metallica, keine Zankerei mit dem Gesetz, nichts mehr mit Rebell.. der Autor wird Vater 🙂

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